Warum ernähre ich mich vegan?

In den vorigen Beiträgen hab ich ein bisschen über die vegane Ernährung auf meiner Portugalreise erzählt. Hier und jetzt will ich ein bisschen tiefer in die Materie „vegane Ernährung“ vordringen.
Der vegane Ernährungsstil ist zur Zeit der letzte Schrei. Es gibt immer mehr vegane Waren zu kaufen und auch in Restaurants wird vermehrt auf vegane KundInnen eingegangen. Sogar McDonalds zieht mit und bringt in Österreich einen veganen Burger auf den Markt. Vegane Ernährung ist zur Zeit definitiv ein Trend, obwohl es diesen Ernährungsstil und dessen Verfechter schon seit dem Jahre 1944 gibt. In diesem Jahr hat der Engländer Donald Watson die „Vegan Society“ gegründet und das Wort „vegan“ geprägt.
In meinem Studium wurde das Thema vegane Ernährung im Kontext mit Krankheiten thematisiert, doch eine richtige Ausseinandersetzung, habe ich erst mit meiner eigenen veganen Challenge erfahren.
Eine gute Freundin von mir ist schon seit längerem Veganerin. Bei ihr habe ich schon öfters Sojamilch gekostet und mich auch von ihr vegan bekochen lassen. Doch erst durch das Lesen des Buches von Attila Hildmann „Vegan for Fit“, welches ich zu meinem Geburtstag geschenkt bekam, habe ich mich zu einer 30 tägigen veganen Challenge hinreissen lassen.

Die ersten Tage waren sehr anstrengend und aufregend für mich, da ich mich komplett auf die neuen Begebenheiten einstellen musste. Erstmals wurde der Kühlschrank neu und mit den wichtigsten veganen Grundnahrungsmitteln wie Nussmus, Hummus, Tahini (Sesampaste), Tofu, Sojajoghurt, Soja- und Hafermilch, eifreie Teigwaren etc. bestückt.  Die erste Rechnung für diverse Lebensmittel belief sich auf sage und schreibe 150 Euro. Mir hatte das ehrlich gesagt den Atem verschlagen. Somit stellte ich mir die Frage, ob eine vegane Ernährung teurer als eine vegetarische oder fleischbetonte Ernährung sein könnte. Doch ich merkte bald, dass es sich relativ im Gleichgewicht hielt. Während andere teuer Fleisch und Fisch kaufen, investiere ich ihn Nussmus und die etwas teureren Sojaprodukte. 1 Liter Alpro Sojamilch kostet € 2,19, im Gegensatz dazu bezahlt man für einen Liter Ja Natürlich! Vollmilch € 1,19. Doch auch hier ist durch eine geringere Auswahl an veganen Lebensmitteln der Ausgleich im Preis gegeben. Und die meisten teuren veganen Produkte benötigt man nicht, da diese mit Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern versetzt sind. So etwas kommt mir natürlich so selten wie möglich auf den Teller.

Das nächste Thema welches mich sehr beschäftigte war die Frage ob ich genügend Eiweiß über rein pflanzliche Quellen zuführen kann.
Als Kraftsportlerin schaue ich auf die perfekte Aufteilung der Eiweißmenge, sowie das Timing der Eiweißaufnahme über den Tag. Bei einer veganen Ernährung fallen die typischen Sportlermahlzeiten weg, jedoch auch hierfür konnte ich mir perfekte Alternativen schaffen. Ein leckeres Müsli mit Haferflocken, frischem Obst und Sojajoghurt plus einem Cappuccino mit Sojamilch liefern mir genügend Eiweiß nach einem harten Morgentraining.  Auch eröffneten sich für mich beim Kochen neue Wege geschickt Eiweißquellen in jedem Gericht unterzubringen, ohne auf tierische Produkte angewießen zu sein. Mein Favorit nach dem Nachmittagstraining ist ein Stück Vollkornbrot mit Hummus und dazu ein gemischter Salat mit Gemüse der Saison, Kichererbsen, Linsen, roten Bohnen oder wenn sie gerade Saison haben meine geliebten Käferbohnen. 😉
Somit hat sich das Fragezeichen vor der Eiweißzufuhr in Luft aufgelöst.

Ein positiver Nebeneffekt der veganen Ernährung, ist der extrem hohe Anteil an Ballaststoffen. Auch vorher habe ich viel Obst und Gemüse gegessen, aber jetzt nehme ich definitiv über den noch höheren Obst- und Gemüseverzehr noch mehr Ballaststoffe auf. Dies wirkt sich positiv auf meine Verdauung aus und ebenso auf mein Sättigungsgefühl. Nach einer veganen Mahlzeit verspüre ich nicht mehr das Bedürfnis eine Nachspeise zu essen, da ich einfach satt und zufrieden bin. Und dies aufgrund des hohen Ballaststoffanteils…….??????
Doch am meisten begeisterte mich die Veränderung meines Körpers, schon nach nur 30 Tagen!!
Ich habe oft schon davon gelesen, dass sich Veganer viel fitter und kraftvoller fühlen und habe dies immer als Humbug abgetan. Doch nach diesem veganen Monat war ich ebenso davon überzeugt. In der Früh war ich voller Elan und freute mich schon auf den bevorstehenden Tag und mein Workout.  Meine Verdauung ist so regelmäßig wie noch nie und mein Hautbild hat sich deutlich verbessert.  Doch das allerbeste für mich war die Veränderung meiner Figur.  Ich bin schon seit meiner Jugend sportlich aktiv und seit sieben Jahren gehe ich regelmäßig ins Fitnesstudio und betreibe Kraftsport mit Langhantel und Co. Auch ernähre ich mich bereits seit 4 Jahren vegetarisch und auch in dieser Zeit hat sich meine Körperform positiv verändert.Doch die Veränderung nach den 30 Tagen vegane Ernährung, war der Schritt Richtung einer Topfigur. Meine muskeln sind definierter, mein Bauch flacher und die lästigen Röllchen an den Hüften verschwunden. Es gibt zwar noch eine Menge Arbeit bis zum Sixpack aber das ist nun nicht mehr ein Ziel in weiter Ferne!! Ich weiß dass ich es nun wirklich schaffen kann und dies motiviert mich mit voller Begeisterung und eisernem Willen weiter zu machen! (Aber zu der Sixpack-Challenge komme ich später noch ;))

Ich muss auch betonen, dass eine vegane Ernährung nicht jedermanns/frau Sache ist. Man muss sich für diese Ernährungsform ein gutes Wissen aneignen, um nicht in eine Fehl- bzw. Mangelernährung hinein zu rutschen. Deswegen sollte man sich über eine Ernährungsumstellung ganz genau informieren oder eine/n DiätologIN hinzu ziehen. Auch verbinden viele Leute diese Form der Ernährung mit Verzicht, da diese doch mit der Einschränkung auf rein pflanzliche Kost verbunden ist. Tierische Produkte sind in der veganen Ernährung tabu, doch auch hier gibt es wieder unterschiedlichste Formen des Veganismus. Doch für mich scheint die vegane Ernährung wie gemacht zu sein. Ich kann dem Geschmack von Fleisch und leider auch Fisch schon lange nichts mehr abgewinnen. Ich gebe zu der Verzicht auf Milch und Milchprodukte war am Anfang sehr schwer aber jetzt vermisse ich diese überhaupt nicht mehr. Der ultimative Pluspunkt für mich ist, dass die meisten Mehlspeisen tabu für mich sind und ich somit keinen Gedanken mehr an ein Dessert verschwenden muss. Somit kann ich sagen, dass ich eine Geschmacksveränderung durchlebt habe und mir auch die süßen Speisen in keinster Weise abgehen. Wenn ich doch mal Lust darauf habe, backe ich mir schnell einen veganen Kuchen oder mach mir leckere Sesambällchen, für den Kick zwischendurch. Aber ich habe für mich nun die perfekte Form der Ernährung gefunden und will dies nutzen, um noch besser in Form zu kommen. Außerdem will ich dich motivieren, dass du dich mit deinem eigenen Ernährungsstil auseinander setzen und diesen vielleicht überdenken oder sogar ändern willst.

Danke fürs Lesen und train hard and go to the limit!

Bis bald eure

Hanna

 


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