VITAMIN DER WOCHE – Vitamin D

Vitamin D und dessen Wirkung wurde in den letzten Jahren häufig diskutiert, hier möchte ich einen Überblick über die neusten Erkenntnisse hinsichtlich eines Mangels und dessen Auswirkungen auf den Körper geben.

Allgemeines

Vitamin D, auch Calciferol genannt, zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. D.h. dieses Vitamin benötigt Fett, um im Körper aufgenommen und verwertet zu werden.

Vitamin D wird über tierische Lebensmittel aufgenommen und kann vom Menschen selber über die Haut durch Sonnenstrahlung (UVB-Licht) synthetisiert werden. Gespeichert wird Vitamin D vorwiegend im Fettgewebe und in der Skelettmuskulatur (Muskeln) des Körpers (Elmadfa, 2009, S.119-120).

Aufgaben im Körper

Vitamin D beeinflusst den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und trägt somit zur Härtung der Knochen bei.

Außerdem kontrolliert Vitamin D die Phosphatausscheidung über die Niere und spielt eine wichtige Rolle bei der Immunfunktion und im Muskelstoffwechsel. Vitamin D hilft bei Infektionen die weißen Blutkörperchen zu aktivieren und fördert den Aufbau von Abwehrzellen (Elmadfa, 2009, S.119-121).

Referenzwerte

Da Vitamin D einige wichtige Funktionen in unserem Körper übernimmt, sollte man die tägliche Zufuhr sicherstellen. Doch wie viel sollte man zuführen und in welchen Lebensmitteln ist Vitamin D enthalten?

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen laut der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung) 20 ug pro Tag aufnehmen. Wobei hier zu beachten ist, dass lediglich 2-4 ug über Lebensmittel zugeführt werden können. Somit muss der Rest über die körpereigene Synthese gedeckt werden. Dies ist bei genügender Sonneneinstrahlung (viel Bewegung im Freien) durchaus gegeben. Haltet man sich jedoch nicht so oft im Freien auf oder es ist gerade Winter, sollte man auf ein Vitamin-D-Präparat zurückgreifen. Dadurch kann man bei unzureichender Sonnenexposition die ausreichende Zufuhr von Vitamin-D sicherstellen (DGE, 2012).

Quellen

Vitamin D ist nur in wenigen natürlichen Lebensmitteln enthalten. Hierbei stehen fettreiche Fische wie Lachs, Tuhnfisch und Makrele an oberster Stelle. Auch Rinderleber, Ei und Milchprodukte enthalten Vitamin D in Maßen. In der Pflanzenwelt enthalten lediglich Champignons, Shiitake, Avocados, Sonnenblumenkerne und Datteln einen Anteil an Vitamin D.

Die Lebensmittelindustrie versucht auch diesem Problem entgegenzutreten und reichert Lebensmittel wie Frühstückscerealien, manche Orangensaftmarken und Margarine mit Vitamin D an (National Institutes of Health, 2014).

Vitamin-D-Mangel

Wenn man nun davon ausgeht, dass man lediglich einen geringen Teil des benötigten Vitamin D´s über die Nahrung decken kann und im Breitengrad von Österreich und Deutschland die Sonne die Bevölkerung nur unzureichend mit Vitamin D versorgen kann, dann ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen an einem Vitamin-D-Mangel leiden (Brown et al., 2011).

Ursachen und Symptome eines Mangels

Verursacht wird ein Vitamin-D-Mangel durch:

  • Verminderte Aufnahme (unter den Referenzwerten)
  • Verminderte Sonnenlichtexposition (Wintermonate, zu wenig Freiluftaktivitäten etc.)
  • Unzureichende Absorption/Aufnahme über den Darm
  • Nierenerkrankungen (Nieren können Vitamin D nicht in aktive Form umwandeln)
  • Medikamente
  • Malabsorption
  • Krebserkrankungen (National Institutes of Health, 2014).

Die Symptome eines Vitamin-D-Mangels können sich wie folgt äußern:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Muskelschwäche
  • Schlafstörungen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit

Die Folgen eines Vitamin-D-Mangels können wie folgt ausfallen:

  • Im Säuglings- und Kleinkindalter führt es zu Rachitis
  • Bei Erwachsenen führt es zu Osteomalazie (Knochenerweichung)
  • Ein verminderter Vitamin-D-Status in der Schwangerschaft kann zur Schädigung des ungeborenen Kindes führen (Keller & Beer, 2014).

Außerdem resultiert eine Vitamin-D-Mangel in einer generellen Muskelschwäche. Die University of Southern California konnte nachweisen, dass ein Vitamin D-Mangel sich negativ auf die fettfreie Muskelmasse auswirkt. Nicht nur dass ein Vitamin –D-Mangel mit einem erhöhten Körperfettanteil zusammenhängt, auch führt ein Mangel zu einem erhöhten Fettanteil im Muskelgewebe. Dies wiederum beeinträchtigt die Muskelkraft erheblich (Medical News Today, 2010).

 

Um festzustellen ob ein Vitamin-D-Mangel besteht, sollte man beim Arzt ein Blutbild veranlassen. Danach sollte man sich für die Supplementation mit einem Vitamin-D-Präparat und einer ausgewogenen Ernährung, mit einer reichen Vielfalt an Vitamin-D-Quellen entscheiden.

 

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend,

alles Liebe

Hanna

 

„Get Strong! Not skinny…!“

 

 

DGE. (2012). Neue Referenzwerte für Vitamin D. Presseinformation, DGE aktuell 01/2012. Download von https://www.dge.de/presse/pm/neue-referenzwerte-fuer-vitamin-d/

National Institutes of Health. (2014). Vitamin D. Fact Sheet for Health Professionals. Download von https://ods.od.nih.gov/factsheets/VitaminD-HealthProfessional/#h3

Brown, J., Amling, M., & Barvenick, F. (2011). Möglichkeiten zur Verbesserung des Vitamin-D-Status der Bevölkerung. Journal für Mineralstoffwechsel und Muskuloskelettale Erkrankungen. 18 (3), 104-109.


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