VITAMIN DER WOCHE – Vitamin A

Allgemeines

Vitamin A zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und muss entweder über die Nahrung dem Körper zugehführt werden oder es wird im Darm aus Betacarotin gebildet.

Vitamin A fasst eine Gruppe von Retinoid-Bestandteilen zusammen:

  • Retinol (Vitamin A1)Vitamin A 3
  • Retinylester
  • Provitamin A Carotinoid
  • Betacarotin

Diese bilden eine Vorstufe von Vitamin A und sind in tierischen sowie in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Retinol und Retinylester kommen in tierischen Lebensmitteln vor, während Provitamin A, vor allem Betacarotin, in pflanzlicher Nahrung vorkommt. Vitamin A wird in der Leber gespeichert (Elmadfa, 2009, S. 116-119).

Aufgaben im Körper

Vitamin A übernimmt im Körper folgende Aufgaben:

  • Trägt zur Wachstumsregulation bei
    • Notwendig für das Wachstums von Zellen
    • Neubildung und Entwicklung von Zellen und Gewebe
  • Beteiligung am Sehvorgang
    • Bildung von Rhodopsin = ein Pigment in der Retina = zuständig für Hell-Dunkel-Sehen
  • Gilt als Antioxidans
    • Bindet freie Radikale und wirkt so Zellschäden entgegen
  • Erhaltung der Infektionsabwehr
  • Aufbau und Erhaltung des Knorpel- und Knochengewebes
  • Synthese von Östrogen und Testosteron
  • Einfluss auf Anzahl und Form der Spermien
  • Beteiligung an Eiweiß- und Fettstoffwechsel
    • Sehr eiweißreiche Ernährung kann zu Vitamin-A Mangel führen (Sperlich, 2014).

 

Referenzwerte

  • 1,0 mg Retinol-Äquivalent pro Tag für Männer
  • 0,8 mg Retinol-Äquivalent pro Tag für Frauen
  • 2-4 mg Beta-Carotin pro Tag für Männer/Frauen

Eine Überdosierung, eine sogenannte Hypervitaminose, von Vitamin A kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Zu einer Hypervitaminose kann es aber nur bei einer erhöhten Aufnahme von tierischen Lebensmitteln kommen. Werden zu viele Carotinoide, über die pflanzliche Nahrung, aufgenommen dann wird dieses vom Körper nicht in Vitamin A umgewandelt sondern einfach ausgeschieden.

Durch eine Überdosierung von Vitamin A kann es zu folgenden Beschwerden kommen:Vitamin A 5

  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Kopfschmerz

Hypervitaminose über einen längeren Zeitraum führt zu:

  • Vollständiger Verlust der Körperbehaarung (Überdosierung über einen längeren Zeitraum)
  • Hypertonie
  • Nierenversagen
  • Vergiftungserscheinungen (Überdosierung über Jahre hinweg) (Mehner, o.J.).

 

Quellen

Vitamin A als solches ist nur in tierischen Lebensmitteln vorhanden. Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten eine Vorstufe von Vitamin A, nämlich Provitamin A bzw. Beta-Carotin sogenannte Carotinoide. Diese werden im Körper in das wirksame Vitamin A umgewandelt.

Vitamin A ist enthalten in:

  • Milch und Milchprodukte, Butter
  • Eier
  • Fisch
  • Leber, besonders in Rinderleber

Carotinoide (Provitamin A bzw. Beta-Carotin) sind enthalten in:

  • Karotten, Karottensaft Vitamin A 2
  • Paprika
  • Blattgemüse
  • Kürbis
  • Marille (Elmadfa, 2009, S. 117).

 

Vitamin-A-Mangel

Von einem Vitamin A Mangel sind besonders ältere Personen, junge Frauen, infektanfällige Kinder und Frühgeborene betroffen.

Ursachen und Symptome

Verursacht wird ein Vitamin-A-Mangel durch:

  • Stress
  • Entzündungen
  • Operationen
  • Schwere chronische Erkrankungen (Krebs etc.)
  • Umweltgifte
  • Rauchen und/oder Alkohol
  • Starkes Sonnenlicht

Die Symptome eines Vitamin-A-Mangels können sich wie folgt äußern:Vitamin A 1

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Verringerte Sehschärfe
  • Haarausfall
  • Trockene Schleimhäute
  • Brüchige Nägel und Haare
  • Verminderter Appetit

Die Folgen eines Vitamin-A-Mangels können wie folgt ausfallen:

  • Erhöhtes Risiko für Arteriosklerose
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Bildung von Nierensteinen (Mehner, o.J.).

Die Therapie eines Vitamin-A-Mangels, wird über den vermehrten Verzehr Vitamin A-haltiger Lebensmittel geschehen. Liegt eine Erkrankung vor, welche den Mangel verursacht sollte diese behandelt werden.

Fazit

Eine ausgewogene Ernährung reich an pflanzlichen Lebensmitteln ergänzt durch 2 Portionen Fleisch und Wurst in der Woche, gewährleistet die optimale Versorgung mit Vitamin A und dessen Vorstufen den Carotinoiden.

 

Alles Liebe,

eure Hanna

 

 

Literatur:

Sperlich, S. (2014). Vitamin A (Beta-Carotin). Download von http://www.netdoktor.at/laborwerte/vitamin-a-8512

Mehner, K. (o.J.). Vitamin A für Wachstum und Sehkraft. Download von http://www.gesundheit.de/ernaehrung/naehrstoffe/vitamine/vitamin-a-retinol

Elmadfa, I. (2009). Ernährungslehre. Stuttgart: Ulmer.

 

 

 


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