Psoriasis und der Effekt der Ernährung

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine Erkrankung der Haut, welche durch die richtige Ernährung positiv beeinflusst werden kann. Hierbei handelt es sich um eine chronische, schubweise verlaufende, jedoch gutartige Hauterkrankung (Volkskrankheit, 2013). Dabei ist der Prozess der Hautwiederherstellung derart beschleunigt, dass sich die Haut innerhalb weniger Tage erneuert. Dieser Prozess dauert, bei einem nicht an Psoriasis erkrankten Mensch 21-28 Tage. Die Krankheit bricht durch eine zu hohe Aktivität des Immunsystems aus und kann jeden Menschen (vor allem hellhäutige Typen) betreffen (Psoriasis association, Psoriasis&Treatments).

Symptome der Psoriasis:

  • Stark schuppende Haut
  • Punktförmige bis handtellergroße entzündete Hautstellen
  • Befall der Sehnen, Augen und Blutgefäße
  • Im weiteren Verlauf Psoriasis-Arthritis
  • Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall (Volkskrankheit, 2013).

Grundsätzlich gibt es keine Aussicht auf Heilung für diese Hauterkrankung, jedoch können die Symptome und Beschwerden gelindert und behandelt werden.

Neben den schulmedizinischen Therapiemöglichkeiten, spielt die Ernährungstherapie bei Psoriasis eine große Rolle.

Jedoch gibt es keine typische Diät die bei Psoriasis einzuhalten ist, da die Verlaufsform und Beschwerden dieser Krankheit von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. Außerdem ist die Komplexität der Psoriasis noch nicht vollständig verstanden und erforscht worden.

Demnach können nur Empfehlungen bezüglich der Ernährung abgegeben werden. Jeder Patient muss die für sich wirksamsten Empfehlungen selbst herausfinden (Psoriasis association, Psoriasis&Treatments).

Ernährungsempfehlungen bei Psoriasis:

  1. Mikronährstoffe

wie Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe werden schon lange zur Therapie von Psoriasis eingesetzt.

Obst und Gemüse enthalten eine Vielzahl an Antioxidantien (wie z.B. Vitamin C, Selen, Carotinoide u.a.). Diese schützen vor freien Radikalen und wirken sich positiv auf das Entzündungsgeschehen bei Psoriasis aus (Volkskrankheit, 2013).

Empfehlung: viel Obst und Gemüse in den täglichen Speiseplan einbauen.

  1. Lebensstilmodifikation

Eine Änderung der Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten hilft die Beschwerden der Psoriasis zu mindern. Sport und Bewegung helfen Stress abzubauen. Stress wirkt sich negativ auf die Psoriasis aus und kann einen erneuten Schub auslösen (Volkskrankheit, 2013).

  1. Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren weisen eine gefäßschützende Wirkung auf und senken den Cholesterinspiegel. Dadurch werden die gefährdeten Blutgefäße geschützt.

Empfehlung:

  • 2x pro Woche fettreicher Fisch (Lachs, Makrele, Hering, Sardine)
  • Täglich 3g Omega-3-Fettsäuren (Fischölkapseln) (Rose, 2012).
  1. Gluten

Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) kann als „Begleiterscheinung“ der Psoriasis auftreten.

Hierbei ist eine glutenfreie Ernährung strikt einzuhalten. Eine glutenfreie Diät soll aber erst nach Diagnose einer Glutenunverträglichkeit begonnen werden (Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin, 2008).

  1. Gewichtsabnahme

Eine Kalorienreduktion und die damit verbundene Gewichtsabnahme stellt, bei Übergewicht, eine Erhöhung der Lebensqualität dar und kann dadurch die Suppenflechte positiv beeinflussen (Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin, 2008).

  1. Vegetarische Ernährung

Die in tierischen Produkten enthaltenen Fettsäuren wirken sich negativ auf das entzündliche Geschehen im Körper aus. Demnach, sollte bei vorliegender Psoriasis, eine vegetarische Ernährung eingehalten werden.

Zum Kochen sollte anstelle tierischer Fette Raps-, Oliven oder Erdnussöl verwendet werden.

Zu meidende Lebensmittel:

  • Schweineschmalz
  • Leber
  • Mehr als 2 Eier
  • Fettreiches Fleisch und Wurst
  • Thunfisch
  • Camembert (Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin, 2008).
  1. Vitamin-D-Substitution

Vitamin D besitzt immunregulatorische Effekte, welches sich positiv auf die Beschwerden bei Psoriasis auswirkt (Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin, 2008).

Zusammenfassend ist zu sagen, dass keine endgültige Heilung der Psoriasis durch eine adäquate Ernährung zu erwarten ist. Jedoch können die Beschwerden gemildert und dadurch die Lebensqualität erhöht werden. Jeder Patient muss die für sich passenden Ernährungsempfehlungen herausfinden und diese dann in das alltägliche Leben einfließen lassen.

 

Alles Liebe,

eure Hanna

 

 

Literatur:

Volkskrankheit. Alternative Wege zur Gesundheit. 18. Juli 2013. http://www.volkskrankheit.net/a_z/a-z-bing/psoriasis-2/

Psoriasis Association. Psoriasis & Treatments. https://www.psoriasis-association.org.uk/psoriasis-and-treatments/treatments/from-a-gp

Rose, K. (2012). Bachelorthesis. Ernährung und Psoriasis. Eine Literaturarbeit zu den in die Symptomatik nachweislich beeinflussenden Ernährungsfaktoren.

Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin. (2008). Ernährung und Dermatologie. Bedeutung von Ernährungsfaktoren bei der Psoriasis.

 


9 Gedanken zu “Psoriasis und der Effekt der Ernährung

      1. Ja genau. Also die Kuhmilcheiweißallergie, ich bin nämlich auf das Eiweiß allergisch, hatte ich schon immer, von Geburt an, konnte aber Kuhmilchprodukte in Maßen gut vertragen. Sie wurde aber immer schlimmer und letztes Jahr bekam ich dann Schuppenflechten von bloßem äußerlichen Kontakt mit Kuhmilch. Nur durch Zufall kam ich drauf. War schon verzweifelt von Arzt zu Arzt gelaufen.

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