Reflux – wenn Sodbrennen das Leben bestimmt

 Zu den Feiertagen gehört es einfach dazu saftigen Braten mit Soße, Weihnachtskekse und den ein oder anderen Schluck Alkohol zu genießen. Doch nicht jeder kommt nach der großen Schlemmerei glimpflich davon. Viele verspüren nach fettigen und reichhaltigen Speisen oder übermäßigen Alkoholgenuss Sodbrennen und saures Aufstoßen.

Treten diese Beschwerden bereits ein bis zweimal die Woche auf bzw. vermindern sie die Lebensqualität, spricht man von der gastroösophagialen Refluxkrankheit. Der Reflux wird dadurch definiert, dass unverdauter Mageninhalt, Gallensäure oder Magensäure vom Magen in die Speiseröhre (Ösophagus) zurück fließt. Dies führt zu den oben bereits erwähnten Beschwerden, wie Sodbrennen und/oder saurem Aufstoßen.

Treten diese Beschwerden über einen längeren Zeitraum auf und sie bleiben unbehandelt, kann dies zu einer Reizung der Schleimhautzellen in der Speiseröhre führen (durch die zurückfließende Magensäure). Dies kann im schlimmsten Fall zu einem Barett-Ösophagus, bis hin zum Speiseröhrenkrebs führen.

Neben der Ernährungstherapie und der medikamentösen Therapie, gibt es auch noch die Fundoplikatio als operative Therapie.

Medikamentöse Therapie

In der Therapie mit Medikamenten, werden die sogenannten Protonenpumpenhemmer (auch Säureblocker; kurz: PPI) eingesetzt. Diese verbessern die Beschwerdesymptomatik sehr schnell, da sie die weitere Produktion und Abgabe von Magensäure hemmen.

Auf dem Markt erhältliche Substanzen:

  • Omeprazol
  • Esomeprazol
  • Lansoprazol
  • Pantoprazol
  • Rabeprazol

Auch wenn PPI eine gute und schnelle Verbesserung der Beschwerden herbeiführen, sind die damit verbundenen Nebenwirkungen nicht zu unterschätzen.

Nebenwirkungen der PPI:

  • Magen-Darm-Beschwerden
    • Durchfall
    • Verstopfung
    • Blähungen
  • Vitamin B 12 Mangel
    • Vor allem wenn die Zufuhr über die Ernährung nicht gedeckt wird
  • Mangel an
    • Calcium
    • Magnesium
    • Eisen
    • Zink
      • Durch die unzureichende Aufnahme im Magen
  • Erhöhtes Frakturrisiko
    • Frauen nach der Menopause weisen erhöhtes Risiko für Oberschenkelbrüchen unter der Therapie mit PPI auf
  • Anstieg der Leberwerte
    • Unter einer Langzeittherapie mit PPI

Daher sollte die Medikation mit PPI mit dem Arzt abgesprochen werden und auch eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte stattfinden.

Bevor man sich nun für PPI entscheidet sollte man eine Umstellung der Ernährungsweise anstreben. Dies ist nach wie vor das beste Mittel um die Refluxkrankheit erfolgreich und ohne Nebenwirkungen zu therapieren. Erst wenn die Ernährungstherapie an ihre Grenzen stößt, sollte man an Medikamente denken.

Ernährungstherapie bedeutet bei Reflux Ernährungsumstellung!

  1. Obstipation meiden

Verstopfung erzeugt ein Druckgefühl im Bauch und kann dadurch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigen.

  1. Übergewicht meiden bzw. reduzieren

Übergewicht belastet den Körper allgemein und verstärkt die Beschwerden bei Reflux zusätzlich, da das übermäßige Gewicht ebenso Druck auf den Magen erzeugt.

  1. Säureproduktion im Magen reduzieren
  • 5-6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen
  • Kein üppiges Abendessen
  • 3-4 Stunden vor dem Schlafengehen die letzte Mahlzeit zu sich nehmen
  • Nach dem Essen Bewegung machen
  • Kopfteil des Bettes hochstellen

4. Cardia Tonus erhöhen

Den Tonus der Magenmuskulatur kann man durch eiweißreiche und fettarme Speisen erhöhen. Außerdem sollen Alkohol und Nikotin vermieden werden, da diese den Cardia Tonus senken.

  1. Keine kohlensäurehaltigen Getränke
  2. Säurelocker meiden
  • Süßes (Süßigkeiten, süße Getränke, Mehlspeisen etc.)
  • Röstprodukte (angerösteter Zwiebel, stark angeröstetes Fleisch etc.)
  • Stark erhitztes Fett
  • Starker Kaffee
  • Bitterstoffe
  • Scharfes

7. Kakao, Schoko, Kaffee meiden

  • Senken durch das enthaltene Methylxanthin den Sphinktertonus

 

Durch das Einhalten dieser Regeln gelingt die Ernährungsumstellung und die Lebensqualität steigt. Auch können die oben angeführten Punkte eingehalten werden, wenn keine Refluxkrankheit vorliegt aber dennoch Beschwerden wie Sodbrennen oder suares Aufstoßen, nach einem reichhaltigen Essen bestehen.

 

 

Alles Liebe,

eure Hanna

 


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